Das Hauptziel des Projekts war die Wiederentdeckung und Restaurierung der Parkanlage, die vorläufig den Namen „Philharmonische Gärten“ trägt. Dieses Gebiet birgt aufgrund seiner Topografie, des wertvollen Baumbestands, der unmittelbaren Nähe zur Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie und des geplanten Wohn- und Geschäftsviertels Starzyńskiego 11 ein enormes städtebauliches Potenzial. Die zukünftigen Philharmonischen Gärten sollten die bestehende Topografie optimal nutzen, indem das Parkgelände in einen tiefer gelegenen Bereich unterteilt wird, der durch eine 2–3 m hohe Böschung von der Matejki-Straße und dem Hołdu-Pruskiego-Platz getrennt ist. Diese Böschung ermöglicht die Anlage einer terrassenförmigen Parkgestaltung, wobei das vorhandene Gelände für in die Böschung integrierte Sitzgelegenheiten genutzt wird. Diese könnten zukünftig als Freilichtbühne für eine kleine, als Konzertmuschel konzipierte Sommerbühne dienen. Die Lage der Konzertmuschel, die sich aus einer akustischen Analyse und der gewählten Parkgestaltung ergibt, ermöglicht die Nutzung der dichten Begrünung und des unebenen Geländes als natürliche Schallschutzwand und gewährleistet so den Komfort von Publikum und Anwohnern. Die unmittelbare Nähe zum Philharmoniegebäude bietet zudem die Möglichkeit, die neu errichtete Bühne funktional mit dem unterirdischen Bereich der Philharmonie (einem Instrumentenlager unter der Anlieferungsrampe) zu verbinden und die Gebäudeform als einzigartige Kulisse für zukünftige Bühnenaktivitäten zu nutzen.
Der Zugang zum umzäunten Parkgelände erfolgt über geplante Eingänge: von Westen (Plac Hołdu Pruskiego) entlang der Fußgängerachse, von Norden (ul. Zygmunta Starego nahe der Kreuzung mit ul. Matejki) und vom angrenzenden Grundstück Nr. 3/6, auf dem sich die Gebäude der St.-Nikolaus-Gemeinde befinden. Auf der sogenannten oberen Terrasse des Parks wurde eine organischere Anordnung der Haupt- und Nebenwege entworfen, die neben der Erschließungsfunktion auch die Nutzung des Parks als offene Ausstellungsfläche ermöglicht. Es wurde davon ausgegangen, dass sich der Park dank der gestalteten räumlichen Struktur zukünftig zu einem vielseitigen Kunstgarten entwickeln würde. Die konzentrisch geformte Fläche, die im Norden, Westen und Süden von einem grünen Hang begrenzt wird, könnte als Lichtung mit einer vielfältigen Bepflanzung aus niedrigen und mittelhohen Pflanzen genutzt werden. In ihrer Mitte könnte ein Rückhaltebecken für zusätzliches Regenwasser angelegt werden.
Das Wohn- und Gewerbegebiet an der Starzyńskiego-Straße 11 wird durch die Lage der vom Park aus zugänglichen Gewerbeflächen und durch Fußwege entlang der Süd- und Nordfassade direkt mit den Philharmonischen Gärten verbunden. Die Fußwege verbinden den Park mit der Starzyńskiego-Straße. Auch die Eingänge zu den Gewerbeflächen sind entlang der Fußwege geplant.