Pommersche Medizinische Universität in Stettin

Das Wettkampfgelände, im Flächennutzungsplan unter der Bezeichnung Z.P.5001.US.U. ausgewiesen, liegt am nördlichen Rand des Stadtteils Pogodno, innerhalb eines Grünstreifens entlang der Wojska Polskiego-Straße, der den Arkoński-Wald mit der Mickiewicza-Straße verbindet. Zu diesem Grünstreifen gehören Sport- und Freizeitanlagen, Kleingärten und öffentliche Grünflächen. Ursprünglich war auf dem Gelände ein Stadion geplant, das in die natürliche Senke des Geländes eingebettet und über eine Zufahrtsachse von der Ostrawicka-Straße an das Stadtbild von Pogodno angebunden werden sollte. Der Bau des Stadions wurde jedoch nie abgeschlossen, sodass eine etwa 14 Meter tiefe Senke entstand, die die Form des geplanten Sportkomplexes vorgibt. Heute dient das Gelände als öffentlich zugängliche, unbebaute Grünfläche zur Erholung der Anwohner. Die wichtigste Einrichtung in unmittelbarer Nähe ist das Unabhängige Klinikum in der Unii Lubelskiej-Straße. Der geplante Gebäude- und Landschaftsentwurf stellt ein ausgewogenes Konzept dar, das eine möglichst kompakte Gebäudegrundfläche mit einem öffentlich zugänglichen Park- und Gartenbereich für Nutzer der Einrichtung sowie Patienten und Besucher des angrenzenden Klinikums verbindet.

Das Landschaftskonzept teilt das historische Stadionbecken (am Standort des ehemaligen Haupteingangs) in zwei annähernd quadratische Hälften: den südlichen Teil mit dem PUM-Gebäude und den nördlichen Teil als öffentlich zugänglichen Garten. Der Höhenunterschied zwischen dem Garten (34 Meter über dem Meeresspiegel) und dem tiefer gelegenen, nutzbaren Gebäudegeschoss (40 Meter über dem Meeresspiegel) wurde durch eine sanfte Böschung mit Sitzgelegenheiten entlang der Nordfassade ausgeglichen. Diese Aufteilung optimierte die Grundfläche und die Baukosten und maximierte gleichzeitig die Nutzung öffentlich zugänglicher Grünflächen und ökologisch aktiver Bereiche.

Die Freifläche im nördlichen Teil des Beckens bildet einen multifunktionalen öffentlichen Garten mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für Erholung, kulturelle Veranstaltungen und vieles mehr. Dieser Bereich kann auch als Reserve für zukünftige Neubauten dienen. Der Garten ist in verschiedene Zonen unterteilt: einen Hang mit Sitzgelegenheiten, eine Erholungslichtung, einen Park, eine Bühne und ein Wasserbecken, das gleichzeitig als Rückhaltebecken dient. Die Gartengestaltung ist in die Raumaufteilung des Gebäudes auf Ebene -1 integriert: Die Haupttreppe, die die Lobby mit dem Foyer des Konferenzbereichs verbindet, führt zu einem breiten Gartenweg, der in einem multifunktionalen Bereich (z. B. einer Bühne) mündet. Das Rückhaltebecken mit einer Gesamtfläche von ca. 400 m² befindet sich in einer natürlichen Senke des Beckens. Es verfügt über einen permanent bewässerten und einen trockenen Bereich, in dem nur bei Starkregen Wasser gesammelt wird. Das PUM-Gebäude im südlichen Teil des Geländes ist über den Haupteingang von der Unii Lubelskiej Straße aus sowie vom Gartenniveau über eine Treppe zum Foyer des Konferenzzentrums erreichbar. Eine zusätzliche Außentreppe zwischen dem bestehenden Hang und dem geplanten Gebäude ermöglicht den direkten Zugang zum öffentlichen Garten. Eine weitere Außentreppe in der nordwestlichen Ecke des Gartens bietet Anwohnern Zugang, während ein Weg entlang der östlichen Grundstücksgrenze, der die Unii Lubelskiej Straße mit der Jerzego Zimowskiego Straße verbindet, für alle Altersgruppen und Menschen mit Behinderungen barrierefrei zugänglich ist.

Die Geländegestaltung nutzte die natürliche Topografie optimal aus. Beim Bau des neuen Gebäudes und seiner Umgebung wurde besonderer Wert auf die Optimierung der Erdarbeiten und die Minimierung der Beeinträchtigungen des bestehenden Parkplatzes des Klinikums gelegt. Der Entwurf ist umweltfreundlich und schöpft das vorhandene Potenzial des Geländes voll aus. Die so entstandene Gartenanlage bildet einen harmonischen architektonischen und landschaftlichen Komplex.