Onkologisches Zentrum der Universität Lubuskie am Universitätsklinikum in Zielona Góra 2025

Das Designteam setzte sich das Ziel, ein Gebäude zu entwerfen, das den umgebenden Raum strukturiert und sowohl räumlich als auch funktional als „Verbinder“ fungiert.

Die Form des geplanten Krankenhausgebäudes ergibt sich direkt aus der Form des vorgesehenen Baugrundstücks: schmal, langgestreckt und eingebettet zwischen bestehenden Gebäuden. Die komplexe Raumaufteilung stellt eine zentrale Herausforderung für den Entwurf dar, insbesondere die Gewährleistung einer guten und klaren Kommunikation innerhalb und außerhalb des Gebäudes sowie mit den funktional verbundenen Gebäuden C1 und der Poliklinik. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Gebäude in zwei Flügel unterteilt. Am Schnittpunkt der Flügel entstand ein mehrgeschossiger Verbindungsgang, der als zentraler vertikaler Erschließungskern dient. Durch seine großflächige Verglasung, seine optisch niedrigere Lage im Vergleich zu den Versorgungsflügeln und die Dachterrasse fungiert der Verbindungsgang als prägendes Gestaltungselement des gesamten Projekts und bildet einen funktionalen und räumlichen Mittelpunkt. Ein zentrales, alle Etagen durchziehendes Atrium innerhalb des Verbindungsgangs sorgt für eine klare funktionale und räumliche Anordnung. Diese Klarheit wird durch eine geräumige, leichte Unterkonstruktion für die Aufzugsschächte und eine begrünte Fassade, die alle Ebenen des Gebäudes miteinander verbindet, zusätzlich betont. Diese Maßnahmen gewährleisten eine hervorragende Tageslichtnutzung im Atriumbereich, einschließlich des Untergeschosses, um das sich die Kliniken und Wartezimmer gruppieren. Die Nutzung von natürlichem Licht in Kombination mit der Begrünung der Innenräume schafft einen einladenden und ansprechenden Raum für Mitarbeiter und vor allem für Patienten.

Autoren
arch. Marcin Jackowiak, arch. Klaudia Ciążela, arch. Tomasz Rutkowski, arch. Jakub Czujkowski, arch. Piotr Wilento
Jahr
2025